
1995 erst gegründet, wurde die DF schon 1998 durch ihren Einzug in das nationale Parlament eine relevante politische Kraft in Dänemark. Sie war noch nie direkt an einer nationalen Regierung beteiligt, hat aber seit Anfang der 2000er Jahre durch ihre Bereitschaft, Minderheitsregierungen zu dulden, indirekten Einfluss auf deren Politik. Aus den EP-Wahlen 2014 ging sie mit 26 Prozent als stärkste dänische Delegation hervor. Seitdem musste sie wieder deutliche Einbußen bei Wahlen erleben. Personell entstand die Partei durch Abspaltung von der Fremskridtspartiet (FP), welche der skandinavischen flat-tax-Bewegung der 1970er entstammte. Während sie deren ausgeprägt nationalistischen Züge übernahm und zuspitzte, lehnte sie den Neoliberalismus ab. Stattdessen wendet sie sich gegen Globalisierung und verteidigt ein sozialstaatliches Umverteilungsmodell, allerdings exklusiv für Dänen und Däninnen. Immigration, speziell von Muslim*innen, war und ist das vorherrschende Thema für die DF. Hinzu kommt noch ein traditionalistisch, familienorientierter Sozialkonservatismus.
Für die DF gewählter Europaparlamentarier – MEP
Peter Kofod