
1991 aus einem Zusammenschluss verschiedener regionaler Kultur-, Traditions- und Autonomiebewegungen als Lega Nord per l‘Indipendenza della Padania hervorgegangen. Lange Zeit als Vertreterin des norditalienischen Mittelstands mit separatistischen, gleichwohl EU-freundlichen, wohlstandschauvinistischen, zunehmend auch rassistischen Positionen hervorgetreten. An der Gründung der ersten Ligen Ende der 1970er Jahre waren Vertreter des Movimento Sociale Italiano (MSI) beteiligt, der direkte Nachfolger der faschistischen Partei. Die Lega hat 2018 ihr Nord aus dem Namen gestrichen und ist in einem Wahlbündnis mit Forza Italia (Silvio Berlusconi) und Fratelli d‘Italia (Giorgia Meloni) angetreten. Letztere steht wiederum in direkter Nachfolge des MSI und gilt als die eigentliche Erbin des italienischen Faschismus. Die Lega tritt bereits seit längerem mit radikalen Positionen gegen EU und Migration auf. Seit Beginn ihrer Regierungsbeteiligung im März 2018 betreibt sie vor allem eine Abschottungspolitik gegen Flüchtende, eine Kriminalisierungspolitik gegenüber Seenotrettung, eine workfare-orientierte Haushalts- und Sozialpolitik sowie eine konfrontative Schuldenpolitik gegenüber der EU.
Für die Lega gewählte Europaparlamentarier*innen – MEPs
Nach Wahlregionen: Nord-Ovest, Nord-Est, Centro, Sud, Isole; Nachrücker*innen
| Marco Campomenosi |
| Angelo Ciocca |
| Gianna Gancia/Calderoli |
| Danilo Oscar Lancini |
| Alessandro Panza |
| Silvia Sardone |
| Isabella Tovaglieri |
| Stefania Zambelli |
| Marco Zanni |
| Alessandra Basso |
| Paolo Borchia |
| Rosanna Conte |
| Gianantonio Da Re |
| Elena Lizzi |
| Matteo Adinolfi |
| Simona Renata Baldassarre |
| Anna Cinzia Bonfrisco |
| Susanna Ceccardi |
| Antonio Maria Rinaldi |
| Massimo Casanova |
| Valentino Grant |
| Annalisa Tardino |
| Elisabetta di Blasis (Nachrücker*in seit 2.11.2022) |
| Matteo Gazzini (Nachrücker*in seit 2.11.2022) |
| Paola Ghidoni (Nachrücker*in seit 2.11.2022) |